– Die Drohne –

Stilles Mitglied im Bienenvolk

von | 08.Mrz.2024

In der strukturierten Welt der Bienen spielt jede Biene eine spezifische Rolle, die das Überleben und die Effizienz des Volkes sichert. Unter diesen Bienen nehmen die Drohnen eine ebenso wichtige Stellung ein. Oft als die stummen Helden des Bienenvolks übersehen, sind sie für die Fortpflanzung und genetische Diversität unerlässlich. Tauchen wir tiefer in das Leben dieser einzigartigen Bienen ein und entdecken ihre Welt und Bedeutung.

Was ist eine Drohne ?

Drohnen sind die männlichen Bienen im Bienenvolk, die sich durch ihren kräftigeren Körper und die größeren Augen von ihren weiblichen Artgenossen unterscheiden. Anders als Arbeiterinnen und die Bienenkönigin besitzen Drohnen keinen Stachel und sind nicht in der Lage, Nektar zu sammeln oder zu verarbeiten und sind somit auf den sozialen Futteraustausch im Bienenstock angewiesen.

Aufgaben einer Drohne

Die einzige Aufgabe der Drohne ist es, sich mit einer unbegatteten Königin zu paaren. Dies geschieht während des Hochzeitsflugs, einer einzigartigen Zusammenkunft in der Luft, an der mehrere Drohnen teilnehmen. Drohnen verlassen den Bienenstock nur zu diesem Anlass und machen sich dafür auf den Weg zu sogenannten Drohnensammelplätzen. Das sind Orte in der Natur, an denen sich die Drohnen mit der Bienenkönigin treffen und die Paarung stattfindet. Da die Drohne bei der Begattung ihr Paarungsorgan verliert, stirbt sie sobald sie ihren Samenvorrat der Königin gespendet hat. Für die genetische Vielfalt und die Gesundheit zukünftiger Generationen von Bienen sind die Hochzeitsflüge essentiell.

Das kurze Leben der Drohnen

Das Leben einer männlichen Biene beginnt klassisch mit der Eiablage der Bienenkönigin. Drohnen entstehen im Gegensatz zu ihren weiblichen Schwestern, den Arbeiterinnen, aus einem unbefruchteten Ei. Nach dem Schlüpfen verbringen Drohnen die ersten Tage ihres Lebens im Bienenstock, wo sie von den Arbeiterinnen gefüttert werden. Sobald sie geschlechtsreif sind, verlassen Sie den Bienenstock zur Paarung mit einer Bienenkönigin. Meist endet das Leben einer Drohne bei der Begattung, doch diejenigen, die nicht zur Paarung kommen, ereilt schon bald darauf in der sogenannten „Drohnenschlacht“ der Tod. Im Spätsommer wird den Drohnen dabei der soziale Futteraustausch verweigert, um die Ressourcen des Volkes zu schonen. Sie werden aus dem Bienenstock vertrieben und bei der Rückkehr von ihren Ausflügen teilweise bereits am Flugloch abgedrängt und nicht mehr in den Stock gelassen. Da es ihnen dadurch an Nahrung fehlt, verhungern sie und sterben. Dies erscheint ziemlich brutal, ist jedoch für das Überleben des Bienenvolkes notwendig, um „heimliche Mitesser“ auszuschließen.

Trotz ihres kurzen und scheinbar eindimensionalen Lebens sind Drohnen entscheidend für die Erhaltung der Artenvielfalt und die Stärkung des genetischen Pools des Bienenvolks. Ihre Aufgabe der Fortpflanzung macht ihre Existenz für das Überleben des Bienenvolks unentbehrlich.

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